Personal-Hygieneschleuse in der Molkereibranche

Für ein 1926 gegründetes, weltweit agierendes Familienunternehmen und führenden Produzenten von Molkerei-
erzeugnissen in Europa mit rund 3000 Mitarbeitern, hat die Mohn GmbH Personal-Hygieneschleusen geplant
und realisiert.

Die Produktpalette des Unternehmens umfasst verschiedene Milchprodukte wie etwa Joghurtmischerzeugnisse und Käse. Der Gesamtumsatz betrug 2019 rund 1 Mrd. Euro.

Zwangsgeführte im Raum geplante Hygieneschleuse - für die Personalhygiene nach den Umkleidebereichen vor Zutritt in die Produktion

Aufgabenstellung

Im Obergeschoss eines Bestandsgebäudes des Unternehmens sollte im Zuge eines internen Projekts die Personalhygiene auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden. Hintergrund waren u. a. Auditanforderungen für den Export.

In diesem Zuge wurden zudem eine neue Kantine und ein neuer Sozialtrakt gebaut.

Im Zugangsbereich zur Produktion aus Richtung Umkleideräumen kommend, sollte eine im Raum geplante Personal-Hygieneschleuse installiert werden. Im Sinne des Qualitätsmanagements wurde seitens des Kunden auf möglichst perfekte Hygiene und höchstmögliche Sicherheit größter Wert gelegt.

Projektbeschreibung und Besonderheiten

Personalströme und Besucherzugänge sollten durch einzelne Hygienebereiche geleitet werden, in denen eine vollständige, mittels Drehkreuzanlagen, zwangsgeführte Hygienisierung der Hände und Schuhe erfolgen muss.

Berücksichtigt werden musste zudem, dass alle Bereiche mit Fluchttüren in Verbindung mit  einer Haftmagnetverriegelung ausgestattet werden, um im Not- bzw. Panikfall eine ungehinderte Flucht zu ermöglichen. Die Fluchttüren waren konstruktiv so auszulegen, dass diese mit der bauseitigen Brandmeldeanlage gekoppelt werden konnten, um diese zentral oder lokal freigeben zu können.

Die zentrale Hygieneschleuse für das Personal musste nach den Umkleiden geplant und umgesetzt werden.

  • Das umgesetzte Konzept der im Raum geplante Personal-Hygieneschleuse sah in Durchgangsrichtung zur Produktion vor, dass die Mitarbeiter zunächst die in Zwangsreihenfolge autark-gesteuerten, redundanten Eingangs-Drehkreuze mit automatischem 2-Hand Seifenspender (Typ Soap-Control SL Highline) passieren mussten. Dies kann, je nach Personalaufkommen, doppelspurig erfolgen, um einen Personalstau bereits am Eingang zur Hygieneschleuse zu vermeiden.
    Der überlistungssichere Zutritt sowie die Applikation der Seife auf beide Hände wird hierbei mittels Sensor-Steuerungstechnik überwacht.
  • Nachdem sich dann die Mitarbeiter im Nachgang die Hände an den Handwaschrinnen gereinigt und mittels hygienischen Hochleistungs-Händetrocknern (Jet-II) innerhalb von 10 Sekunden getrocknet haben, überqueren Sie eine zweispurige, kompakte Hygienestation mit je einem integrierten, autark-gesteuerten 2-Hand Desinfektionsautomat sowie je einer autark gesteuerten Durchlauf-Sohlenreinigung vom Typ Clean-Check 1500 Highline.
  • An dieser Hygieneschleuse wird sichergestellt, dass Mitarbeiter nur mit desinfizierten Händen sowie gereinigten und desinfizierten Schuhsohlen in die Produktion gelangen. Die Funktionsweise des 2-Hand Desinfektionsautomaten mit integriertem elektrischem Drehkreuz schaltet erst – analog zum 2-Hand Seifenautomaten – in Richtung Produktion frei, wenn beide Hände ordnungsgemäß von den überlistungssicheren Sensoren erfasst und von den Vollkegelstrahldüsen mit Desinfektionsmittel benetzt wurden.

    Gleichzeitig werden im unteren Bereich der beiden kompakten Hygieneschleusen vom Typ Clean-Check 1500 Highline mittels rotierender Bürstenwalzen die Sohlen der Mitarbeiter gereinigt und desinfiziert. Die verbaute und von uns entwickelte Federtopftechnik ermöglicht eine Einsparung von Energie, Wasser und Chemie gegenüber konventioneller Sensorsteuerung bei Betreten der Anlage.
  • Der Rückweg aus der Produktion in Richtung Sozial- und Umkleideräume bzw. Toiletten bei Pausen bzw. Schichtenden erfolgt unmittelbear durch die Personal-Hygieneschleuse über die kompakte, doppelspurige Hygienestation vom Typ Clean-Check 1500 Highline. Das elektrische Drehkreuz ist hierbei jeweils für den Rückweg freigegeben.

    Der Durchlauf-Sohlenreiniger dient hier zur Vermeidung von starken Schmutzverschleppungen in die Sozial-/ Umkleideräume bzw. Toilettenbereiche.
  • Im Anschluss hieran findet der Mitarbeiter den Ausgang durch die Hygieneschleuse in Richtung Sozial- und Umkleideräume über ein zusätzliches elektrisches Drehkreuz zur Personenvereinzelung, welches auch hier den Durchgang für den Rückweg freigegeben hat. Für den Weg in Richtung Produktion jedoch ist das elektrische Drehkreuz gesperrt, um ein "Umlaufen" der automatischen 2-Hand Seifenspenderautomaten mit elektrischen Drehkreuzen am Schleuseneingang vorzubeugen.
  • Besonderheiten dieser Personal-Hygieneschleuse waren die Berücksichtigung von 2 elektromagnetisch betätigten Geländertoren für das Reinigungspersonal eingangsseitig und ausgangseitig.
  • Der besondere Clou dieser elektromagentischen Geländertore ist, dass sie im Notfall automatisch öffnen, weil diese über die Brandmeldeanlage gekoppelt sind.  
    Zudem wurde für ein leichteres Handling von wichtigen Unterlagen der Qualitätssicherung und den leitenden Angestellten Dokumentenablagen an den Drehkreuzpassagen vorgesehen.

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