Personal-Hygieneschleuse für den Wiedereintritt aus dem WC-Bereich in die Produktion

Frischbäck, Teil der IHLE-Gruppe, zählt zu den modernen Backwaren-Herstellern Europas. Im Produktionsbetrieb in Gersthofen wurde neben der zentralen Mitarbeiter-Hauptschleuse auch eine zusätzliche Personal-Hygieneschleuse im Erdgeschoss umgesetzt. Diese Schleuse regelt den hygienisch kontrollierten Wiedereintritt aus dem Mitarbeiter-WC-/Toilettenbereich in Richtung Produktionslinie. 

Während die Hauptschleuse den Übergang aus den Sozial- und Umkleideräumen in die Produktion absichert, übernimmt die Mitarbeiter-WC-Schleuse eine eigene innerbetriebliche Aufgabe: Sie stellt sicher, dass Mitarbeitende nach dem Verlassen der Sanitärbereiche nicht direkt in produktionsnahe Zonen gelangen, sondern eine klar definierte und unumgehbare Hygieneabfolge durchlaufen.

Im Mittelpunkt stehen dabei die sichere Handhygiene, die Reinigung und Desinfektion der Schuhsohlen, die Vermeidung von Wasserverschleppung sowie eine klare Personalwegeführung im kompakten Raumkonzept.

Aufgabenstellung

Im WC-Bereich des Erdgeschosses sollte eine bodenebene Personal-Hygieneschleuse realisiert werden, die den Personalweg aus den Mitarbeiter-WC-/Toilettenbereichen zurück in Richtung Produktion hygienisch absichert. Der vorhandene Raum mit ca. 22 m² Grundfläche, musste so genutzt werden, dass alle erforderlichen Hygieneschritte ergonomisch, sicher und ohne Umgehungsmöglichkeit integriert werden konnten.

Ziel war es, nach jedem Verlassen des WC-/Toilettenbereichs eine vollständige Hand- und Sohlenhygiene sicherzustellen. Der Ablauf sollte nicht allein über organisatorische Vorgaben, Beschilderungen oder Eigenverantwortung geregelt werden, sondern über eine technische Zwangsführung. Erst wenn die vorgesehenen Hygieneprozesse ordnungsgemäß durchgeführt wurden, wird der weitere Weg in Richtung Produktionslinie freigegeben.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vermeidung von Wasserverschleppung. Besonders im Bereich nach der Händereinigung und vor dem Eintritt in die Sohlenreinigung können Tropfwasser und Feuchtigkeit zu erhöhtem Reinigungsaufwand, Rutschgefahr und zusätzlicher Verschmutzung führen. Die Schleuse musste daher so geplant werden, dass Wasser, Reinigungsflüssigkeiten und Restfeuchte möglichst kontrolliert innerhalb des Hygienebereichs verbleiben.

Da es sich bei dieser Schleuse um eine innerbetriebliche Hygieneschnittstelle handelt, spielte die Integration eines Zeiterfassungs- oder Zutrittskontrollsystems hier keine Rolle. Anders als bei der Hauptschleuse zwischen Sozial-/Umkleidebereich und Produktion stand nicht die Autorisierung des Zutritts im Vordergrund, sondern die konsequente Absicherung des Hygieneprozesses nach dem WC-Besuch.

Schlüsselfunktionen der Mitarbeiter-WC-Schleuse

Zwangsgeführte Handhygiene

Die Handhygiene wird über automatische 2-Hand-Systeme für Seifenmittel und Händedesinfektionsmittel abgesichert. Der Prozess beginnt am Soap-Control Highline. Beide Hände müssen gleichzeitig korrekt in die Seifenapplikationsschächte eingeführt werden. Erst wenn die berührungslose Sensortechnik beide Hände erfasst hat, wird die voreingestellte Seifenmenge appliziert und das elektrische Drehkreuz für den nächsten Prozessschritt freigegeben.

Handreinigung mit zwei Waschplätzen 

Um Stoßzeiten im Personalfluss vorzubeugen, wurde der Handreinigungsbereich mit einer Sensor-Handwaschrinne mit zwei Waschplätzen ausgestattet. Dadurch können Mitarbeitende auch bei erhöhtem Personenaufkommen, etwa nach Pausen oder bei Schichtwechseln, ohne unnötige Wartezeiten durch den Hygienebereich geführt werden.

Papierlose Händetrocknung

Die Händetrocknung erfolgt über Dyson Wash+Dry Armaturen mit Jetstream-Technik. Dadurch wird auf Einweg-Papierhandtücher verzichtet. Das reduziert Abfall, senkt den Nachfüllaufwand und vermeidet herumliegende Papierhandtücher oder überfüllte Abfallbehälter im Hygienebereich.

Händedesinfektion mit Drehkreuzfreigabe

Im weiteren Verlauf stellt ein 2-Hand-Desinfektionsautomat mit integriertem elektrischem Drehkreuz sicher, dass der Zutritt in Richtung Produktion erst nach ordnungsgemäßer Händedesinfektion freigegeben wird. Beide Hände müssen von überlistungssicheren Sensoren erfasst und über vier Vollkegelstrahldüsen benetzt werden.

Sohlenreinigung und -desinfektion

Parallel zur Händedesinfektion reinigt und desinfiziert die automatische Überlauf-Sohlenreinigungsmaschine Clean-Check 2000 L Highline die Schuhsohlen. Die Anlage arbeitet mit 1600 mm langen rotierenden Bürstenwalzen und ist so in den Personalweg eingebunden, dass der Reinigungsvorgang in Richtung Produktion nicht umgangen werden kann.

Vermeidung von Wasserverschleppung

Die bodenebene Integration mit Edelstahl-Laufrosten unterstützt die gezielte Ableitung von Feuchtigkeit und Reinigungsflüssigkeiten. Dadurch werden Wasserpfützen und verschleppte Feuchtigkeit auf angrenzenden Bodenflächen reduziert. Das verbessert die Trittsicherheit und minimiert den Reinigungsaufwand.

Getrennter Rückweg in Richtung WC-Bereich

Der Weg aus der Produktion in Richtung WC-/Toilettenbereich erfolgt über ein separates elektrisches Drehkreuz. Dieses ist ausschließlich in Richtung WC-Bereich freigegeben. Ein Rückweg in Richtung Produktion über dieses Drehkreuz ist nicht möglich. So wird verhindert, dass Mitarbeitende den Hygieneprozess umgehen.

Fluchtweg mit Anti-Panik-Funktion

Innerhalb des Personalwegekonzepts wurde ein Geländertor mit Anti-Panik-Verriegelungssystem und Türwächter integriert. Im Gefahrenfall kann das Tor in Fluchtrichtung geöffnet werden. Gleichzeitig verhindert die überwachte Ausführung mit Voralarmfunktion im Normalbetrieb eine unkontrollierte Umgehung der Hygieneschleuse.

Personal-Hygieneschleuse für den Wiedereintritt aus dem WC-Bereich in die Produktion - Bilder zum Vergrössern bitte anklicken.

Projektbeschreibung und Besonderheiten - Hygieneschleuse WC-Bereich

Die bodenebene Mitarbeiter-WC-Schleuse wurde als kompakte, prozessgesteuerte Hygienelösung für einen ca. 22 m² großen Raum konzipiert. Mit einer Raumlänge von ca. 5,95 m und einer Breite von ca. 3,70 m mussten sämtliche Funktionsbereiche so angeordnet werden, dass der Personalfluss klar geführt wird und gleichzeitig alle Hygieneanforderungen zuverlässig eingehalten werden.

Die Schleuse befindet sich am Übergang aus den Mitarbeiter-WC-/Toilettenbereichen in Richtung Produktionslinie. Sie bildet damit eine besonders sensible innerbetriebliche Hygieneschnittstelle. Nach dem WC-Besuch müssen Hände und Schuhsohlen so behandelt werden, dass Schmutz- und Keimverschleppung in die Backwarenproduktion möglichst vermieden wird.

Gerade in der Backwarenindustrie ist diese Absicherung wichtig. Produktionsbereiche mit offenen Produkten, Mehlstaub, Teigresten, feuchten Reinigungszonen und hohem Personalaufkommen stellen hohe Anforderungen an Personalhygiene und Wegeführung. Die WC-Schleuse sorgt dafür, dass dieser Übergang nicht organisatorisch nebenbei geregelt wird, sondern technisch eindeutig: Der Mitarbeiter wird Schritt für Schritt durch den Prozess geführt.

1. Innerbetriebliche Hygieneschleuse ohne Zutrittskontrollsystem

Im Gegensatz zur Hauptschleuse wurde in der WC-Schleuse keine RFID-basierte Zutrittskontrolle integriert. Das ist bewusst so ausgelegt, da sich die Schleuse innerhalb des Betriebs befindet und nicht den grundsätzlichen Zugang zum Produktionsbereich regelt.

Der Fokus liegt hier auf der Hygieneabsicherung nach dem Verlassen des WC-/Toilettenbereichs. Entscheidend ist nicht, welcher autorisierte Mitarbeiter die Schleuse betritt, sondern dass jeder Mitarbeiter vor dem Wiedereintritt in Richtung Produktion denselben definierten Hygieneprozess durchläuft.

Dadurch bleibt die technische Lösung schlank, zweckmäßig und auf die eigentliche Aufgabe zugeschnitten: hygienische Prozesssicherheit ohne unnötige Zutrittskontrolltechnik an einer Stelle, an der sie betrieblich nicht erforderlich ist.

2. Zwangsgeführte Seifenapplikation über Soap-Control Highline

Der Hygieneprozess beginnt am automatischen 2-Hand-Seifenautomaten Soap-Control Highline. Der Mitarbeiter führt beide Hände gleichzeitig in die Seifenapplikationsschächte. Die berührungslose Sensortechnik prüft, ob beide Hände korrekt positioniert sind.

Erst nach erfolgreicher Erfassung beider Hände wird die voreingestellte Menge Seifenmittel auf beide Handflächen appliziert. Gleichzeitig erfolgt die Freigabe des elektrischen, vandalismussicheren Drehkreuzes für den nächsten Schritt des Personalhygieneprozesses.

Diese technische Zwangsführung verhindert, dass der Handhygieneprozess nur teilweise oder gar nicht durchgeführt wird. Gerade nach dem Verlassen des WC-Bereichs ist das ein zentraler Punkt: Die Reinigung der Hände wird nicht dem Zufall überlassen, sondern als fester Bestandteil des Personalwegs abgesichert.

3. Handreinigung mit Sensor-Handwaschrinne und zwei Waschplätzen

Nach der Seifenapplikation erfolgt die Handreinigung an einer Sensor-Handwaschrinne mit zwei Waschplätzen. Die Ausstattung mit zwei Waschpositionen wurde gewählt, um den Personalfluss auch bei Stoßzeiten aufrechtzuerhalten.

In Backwarenbetrieben entstehen solche Spitzen häufig zu Schichtbeginn, nach Pausen oder bei gleichzeitigem Verlassen der WC-Bereiche durch mehrere Mitarbeitende. Ein einzelner Waschplatz könnte hier schnell zum Engpass werden. Zwei Waschplätze entzerren den Ablauf und unterstützen einen zügigen, regelkonformen Durchgang durch die Schleuse.

Die berührungslose Sensorbedienung reduziert Kontaktpunkte und passt zu einem hygienisch sensiblen Umfeld, in dem Armaturen, Oberflächen und Bedienpunkte möglichst kontaktarm genutzt werden sollen.

Branchenspezifischer Vorteil: In der Backwarenindustrie, wo Mehlstaub eine potenzielle Verunreinigung darstellt, reduziert der berührungslose Waschprozess das Risiko der Kreuzkontamination durch Kontaktflächen erheblich.

4. Papierlose Händetrocknung mit Dyson Wash+Dry Armaturen

Nach dem Waschen werden die Hände über Dyson Wash+Dry Armaturen mit Jetstream-Technik getrocknet. Waschen und Trocknen erfolgen damit direkt am Waschplatz, ohne dass Mitarbeitende mit tropfnassen Händen zu einem separaten Papierhandtuchspender oder Abfallbehälter wechseln müssen.

Das ist vor allem im Hinblick auf Wasserverschleppung ein wichtiger Vorteil. Je kürzer der Weg mit nassen Händen, desto geringer ist das Risiko, dass Tropfwasser auf Laufwege, Edelstahlroste oder angrenzende Bodenbereiche gelangt.

Zugleich unterstützt die papierlose Händetrocknung das Umweltmanagement des Betriebs. Einweg-Papierhandtücher entfallen, wodurch Abfallmengen, Nachfüllaufwand und Entsorgungslogistik reduziert werden. Im laufenden Produktionsalltag ist das ganz praktisch: weniger Verbrauchsmaterial, weniger herumliegende Papierhandtücher, weniger Reinigungs- und Kontrollaufwand.

5. Steuerungstechnische Freigabe der nachgelagerten Hygieneschritte

Nach abgeschlossener Handreinigung und Händetrocknung meldet die Steuerung die Freigabe an die nachgelagerten Hygienemodule. Dazu gehören der automatische Überlauf-Sohlenreiniger sowie der 2-Hand-Desinfektionsautomat mit integriertem elektrischem Drehkreuz.

Die einzelnen Funktionsbereiche sind damit nicht lose hintereinander angeordnet, sondern prozesstechnisch miteinander verknüpft. Der Mitarbeiter kann den Ablauf nur in der vorgesehenen Reihenfolge durchlaufen. Erst wenn ein Schritt abgeschlossen ist, wird der nächste freigegeben.

Diese Logik macht die Schleuse zu einer unumgehbaren Hygieneeinrichtung. Sie führt das Personal intuitiv durch den Ablauf und stellt sicher, dass die Hand- und Sohlenhygiene vor dem Zutritt in Richtung Produktion vollständig durchgeführt wird.

6. Händedesinfektion mit überlistungssicherer 2-Hand-Erkennung

Im weiteren Verlauf der Schleuse erfolgt die Händedesinfektion über einen 2-Hand-Desinfektionsautomaten mit integriertem elektrischem Drehkreuz. Der Aufbau ist bewusst analog zur Seifenapplikation ausgelegt: Beide Hände müssen gleichzeitig korrekt in den Sensorbereich eingeführt werden.

Die überlistungssicheren Sensoren erfassen die ordnungsgemäße Position beider Hände. Erst danach erfolgt die Benetzung über vier Vollkegelstrahldüsen. Diese sorgen dafür, dass das Desinfektionsmittel auf beide Hände appliziert wird.

Das elektrische Drehkreuz in Richtung Produktion wird erst nach erfolgreich durchgeführter Händedesinfektion freigegeben. Damit wird verhindert, dass Mitarbeitende nach dem WC-Besuch direkt oder unvollständig hygienisiert in produktionsnahe Bereiche gelangen.

7. Sohlenreinigung und -desinfektion mit Clean-Check 2000 L Highline

Zeitgleich zur Händedesinfektion erfolgt im unteren Bereich der Schleuse die Reinigung und Desinfektion der Schuhsohlen. Hierfür wurde eine automatische Überlauf-Sohlenreinigungsmaschine vom Typ Clean-Check 2000 L Highline integriert.

Die Sohlen werden über 1600 mm lange rotierende Bürstenwalzen mechanisch gereinigt und mit Reinigungs- bzw. Desinfektionsmedium behandelt. Der Prozess ist in den Laufweg Richtung Produktion eingebunden und kann nicht umgangen werden.

Für die Backwarenproduktion ist dieser Schritt besonders relevant. Schuhsohlen können Feuchtigkeit, Schmutzpartikel, Mehlrückstände oder andere Verunreinigungen aus Verkehrs- und Sanitärbereichen weitertragen. Die zwangsgeführte Sohlenreinigung reduziert das Risiko der Schmutz- und Keimverschleppung und trägt dazu bei, sensible Produktionsbereiche hygienisch zu schützen.

Gleichzeitig sinkt der Reinigungsaufwand in angrenzenden Betriebsbereichen. Wenn Verunreinigungen bereits an der Hygieneschleuse reduziert werden, bleiben nachfolgende Laufwege, Übergangszonen und produktionsnahe Bodenflächen sauberer.

Hygiene-Plus für Backbetriebe:
Die Kombination aus Händedesinfektion und Sohlenreinigung in einer zwangsgeführten Prozessstufe schützt sensible Produktionsbereiche und unterstützt eine dauerhaft saubere Wegeführung im Betrieb.

8. Getrennter Rückweg aus der Produktion in Richtung WC-/Toilettenbereich

Der Rückweg von der Produktion in Richtung WC-/Toilettenbereich erfolgt über ein separates elektrisches Drehkreuz. Dieses Drehkreuz ist ausschließlich in Richtung WC-Bereich freigegeben.

Eine Nutzung in Gegenrichtung, also aus dem WC-Bereich zurück in Richtung Produktion, ist über dieses separate Drehkreuz nicht möglich. Dadurch kann der Personalhygieneprozess nicht abgekürzt oder umgangen werden.

Wer aus dem WC-/Toilettenbereich wieder in Richtung Produktion möchte, muss den vollständigen Hygieneprozess über Seifenapplikation, Händewaschen, Händetrocknung, Händedesinfektion sowie Sohlenreinigung und -desinfektion durchlaufen.

Ergebnis:
Die getrennte Wegeführung verhindert Fehlwege und schafft klare Verhältnisse: hinaus Richtung WC-Bereich über das separate Drehkreuz, zurück Richtung Produktion ausschließlich über die vollständige Hygieneschleuse.

9. Bodenebene Integration, Edelstahl-Laufroste und Trittsicherheit

Die automatische Überlauf-Sohlenreinigungsmaschine vom Typ Clean-Check 2000 L Highline mit integriertem 2-Hand-Desinfektionsautomaten und elektrischem Drehkreuz wurde ebenerdig in den Fußboden integriert.

Im Auftrittsbereich ist die Anlage mit Edelstahl-Laufrosten ausgestattet. Diese bodenebene Bauweise sorgt für einen trittsicheren Bereich beim Betreten und Verlassen der Sohlenreinigung – ohne unnötige Stolperkanten.

10. Vermeidung von Wasserverschleppung im Bodenbereich

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Vermeidung von Wasserverschleppung. Gerade im Übergang zwischen Handwaschrinne und Sohlenreinigungsmaschine kann sonst Feuchtigkeit auf den Boden gelangen und in angrenzende Bereiche weitergetragen werden.

Die Kombination aus Dyson Wash+Dry Armaturen, bodenebener Integration, Edelstahl-Laufrosten und klar geführtem Personalweg reduziert dieses Risiko. Tropfwasser nach der Handreinigung wird minimiert, während Feuchtigkeit aus dem Sohlenreinigungsbereich gezielt innerhalb der dafür vorgesehenen Zone bleibt.

Für einen Backwarenbetrieb ist dieser Punkt besonders wichtig. Feuchtigkeit auf Laufwegen kann sich mit Mehlstaub oder trockenen Produktpartikeln verbinden und zusätzliche Verschmutzungen verursachen. Eine kontrollierte Ableitung und Begrenzung von Wasser im Schleusenbereich reduziert deshalb nicht nur die Rutschgefahr, sondern auch den laufenden Reinigungsaufwand.

Nutzen für den Backwarenbetrieb:
Weniger Wasserverschleppung bedeutet sauberere Laufwege, bessere Trittsicherheit und weniger Reinigungsaufwand in angrenzenden Produktions- und Verkehrsbereichen.

11. Sicherheitsfeatures und Fluchtweg gemäß ASR A2.3

Innerhalb des Personalwegekonzepts wurde ein Geländertor mit Anti-Panik-Verriegelungssystem und Türwächter integriert. Dieses Tor verbindet die Anforderungen an eine unumgehbare Hygieneschleuse mit den Vorgaben an eine sichere Fluchtwegführung.

Im Normalbetrieb verhindert die Geländerführung, dass der Hygieneprozess umgangen wird. Im Gefahrenfall kann das Geländertor in Fluchtrichtung geöffnet werden. Der Türwächter überwacht die Nutzung des Tores und kann bei Betätigung eine Voralarmfunktion auslösen.

Die Auslegung des Fluchtwegs orientiert sich an der Arbeitsstättenregel ASR A2.3. Die erforderliche Mindestbreite richtet sich dabei nach der höchsten Anzahl an Personen, die den Fluchtweg im Bedarfsfall benutzen müssen.

Wichtig ist die saubere Trennung der Funktionen: Die Hygieneschleuse bleibt im Regelbetrieb unumgehbar. Gleichzeitig darf der Hygieneprozess im Notfall niemals zum Hindernis werden. Genau dafür wurde das Fluchttor mit Anti-Panik-Funktion in das Gesamtkonzept integriert.

Fazit:
Das Geländertor mit Anti-Panik-Verriegelung und Türwächter sorgt für kontrollierte Wegeführung im Alltag und für eine sichere Fluchtmöglichkeit im Gefahrenfall.

12. Hochwertige Steuerungstechnik und benutzerfreundliche Prozessführung

Die Hygieneschleuse wird über eine abgestimmte Steuerungstechnik geführt, die alle relevanten Funktionsbereiche miteinander verknüpft. Seifenapplikation, Drehkreuzfreigabe, Handreinigung, Händetrocknung, Händedesinfektion und Sohlenreinigung greifen logisch ineinander.

Der Mitarbeiter wird dadurch intuitiv durch den Hygieneprozess geführt. Jede Freigabe erfolgt erst dann, wenn der vorherige Schritt ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Die Schleuse unterstützt damit eine gleichbleibende Prozessqualität, unabhängig von Tageszeit, Personalaufkommen oder Routine im Arbeitsalltag.

Für Betriebe der Backwarenindustrie ist diese Prozessführung ein wesentlicher Vorteil. Bei vielen täglichen Personalbewegungen, Schichtwechseln und Pausenzeiten muss der Hygienedurchlauf zuverlässig funktionieren, ohne den Produktionsfluss unnötig zu bremsen. Die Kombination aus klarer Wegeführung, automatisierten Hygieneschritten und robuster Steuerungstechnik sorgt dafür, dass Hygiene nicht zur Engstelle wird, sondern zum fest integrierten Bestandteil des Betriebsablaufs.

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